Die Bauchdeckenstraffung ist ein großer chirurgischer Eingriff, der insbesondere
dann durchgeführt wird, wenn die Bauchhaut entweder für eine Fettabsaugung
(siehe auch dort) zu schlaff ist oder ausgeprägte Schwangerschaftsstreifen
bestehen. Über einen Schnitt von Beckenkamm zu Beckenkamm und bis über
den Bauchnabel wird ein großer Haut- Fettlappen entfernt, mit ihm auch
meistens vollständig der von Schwangerschaftsstreifen betroffene Teil.
Die Haut über dem Bauchnabel wird mobilisiert, damit der entstandene Defekt
wieder gedeckt werden kann. Anschließend wird die Bauchdecke selbst gerafft.
Dies ist der entscheidende und auch ein arbeitsintensiver Teil der Operation,
der für eine schlankere Taille und für ein dauerhafteres Ergebnis
sorgt. Achten Sie bei der Wahl Ihres Chirurgen darauf, dass nicht nur der Haut-Fettlappen
weggeschnitten wird sondern eben auch diese Raffung der erschlafften Bauchdecke
durchgeführt wird. Im Anschluß an die Bauchdeckenstraffung wird dann
der Bauchnabel in seine neue Position gebracht und der von oben heruntergezogene
Haut- Fettlappen mit dem unteren Schnitt vernäht. Da verständlicherweise
diese untere Naht unter starker Spannung steht, erfordert die Nachbehandlung
viel Geduld und Mitarbeit von Seiten des Patienten. Zunächst muß
vor und nach dem Eingriff jeweils für mindestens 4 Wochen vollkommen auf
das Rauchen verzichtet werden, um die Durchblutung und damit die Wundheilung
nicht zu gefährden. Weiterhin muß über mindestens 2 bis 3 Wochen
beim Gehen eine nach vorne gebückte Haltung eingenommen werden, um die
Naht zu entlasten. Insgesamt sind Sie mit dem Eingriff etwa 4 Wochen beschäftigt,
davon mindestens davon liegen Sie ca. 3 Tage im Krankenhaus und sind 2 Wochen
arbeitsunfähig, je nach Beruf auch länger. Auswärtige Patienten
müssen für die intensive Nachkontrolle zudem mindestens 10 Tage nach
der Operation in Berlin bleiben. Der große Aufwand wird belohnt durch
einen straffen, schlanken Bauch, schmalere Hüften und in aller Regel eine
Haut ohne Schwangerschaftsstreifen. Genaueres, insbesondere auch mehr über
Ihre persönlichen Risiken, erfahren Sie bei einem Aufklärungsgespräch
mit Ihren Chirurgen.
In weniger ausgeprägten Fällen, ist auch eine kleine
Bauchdeckenplastik möglich, bei der nur die Haut im Unterbauch gestrafft
wird, häufig in Kombination mit einer Fettabsaugung der verbleibenden
Anteile. Dies ist insbesondere bei Patienten mit viel Haut- und wenig Fettüberschuß
möglich sowie bei Schwangerschaftsstreifen nur im unteren Unterbauchbereich
oder störenden Narben, zum Beispiel nach Kaiserschnitt oder anderen gynäkologischen
Operationen. Dieser Eingriff bedeutet eine deutlich verkürzte Rekonvaleszenzzeit
und kann ggf. auch ambulant durchgeführt werden.
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