(Kollagen, Restylane/Hylaform, Eigenfett)
Es sollten nur Implantate verwendet werden, die biologisch abbaubar oder aus körpereigenem Material gewonnen sind. Dadurch werden dauerhafte Probleme (Verformungen, Verfärbungen, Verhärtungen, Zerstörung der Haut, Asymmetrien etc.), wie sie durch nicht resorbierbare Substanzen entstehen können (früher z. Bsp. flüssiges Silikon, Artecoll®, Dermalife®, Aquamid® und andere), vermieden. Dies entspricht auch den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (DGÄC), der sich der Berliner Arbeitskreis anschließt. Durch den Abbau geht der gewünschte Effekt zwar mit der Zeit verloren und es muß eine regelmäßige Gabe, meist alle 3 bis 6 Monate, zur Aufrechterhaltung des guten Ergebnisses erfolgen. Dafür sind schwere, nicht korrigierbare Nebenwirkungen ausgeschlossen. Auch hier sollte man als erstes auf die Sicherheit der benutzten Substanz achten und nur Produkte benutzen, die schon seit über 10 Jahren erprobt sind und ohne ernstere Komplikationen verwendet wurden.
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten der Behandlung – entweder verwendet man, wie oben beschrieben, sehr gut verträgliche, biologisch abbaubare Substanzen wie Hyaluronsäure/ Kollagen oder Eigenfett. In einer neuen, aus den USA kommenden Technik (Coleman-Technik), hat Eigenfett den längsten Effekt, meist schon nach einer Gabe, ist jedoch auch die aufwendigste der drei oben angegebenen Methoden. Aus Problemzonen abgesaugtes Fettgewebe wird speziell aufbereitet und in Dämmerschlafnarkose direkt injiziert. Für eventuell nötige Auffrischungen kann Fett bis zu 2 Jahre eingefroren werden, um eine erneute Entnahme zu vermeiden. Ideale Regionen für das Eigenfett sind die Wangenregion, die Nasolabialfalte und der Lippenbereich. Eigenfett ist von der Konsistenz her weniger fein als die medizinisch hergestellten Substanzen, daher kann es gelegentlich zu Unebenheiten kommen
Die einfachste und schnellste Methode ist die Gabe von Hylaform®/Restylane®, beides stabilisierte Hyaluronsäuren. Die Substanz ist sehr gut verträglich, eine Allergietestung ist, anders als bei Collagen, nicht notwendig. Üblicherweise sind Sie aber gleich nach der Gabe wieder voll gesellschaftsfähig, in seltenen Fällen kann für wenige Stunden eine leichte Rötung und Schwellung auftreten. Der Effekt hält je nach behandelter Region 3 bis 6 Monate an, die Substanz ist bis zu einem Jahr an der Stelle nachweisbar.
Kollagen hat zusätzlich zu dem Auffülleffekt im Faltenbereich den Vorteil, dass der Körper angeregt wird, eigenes Kollagen an der betreffenden Stelle zu bilden. Der Erfolg ist dadurch allerdings auch nur unwesentlich länger anhaltend. Hier muß jedoch 4 Wochen vor der ersten Gabe ein Allergietest durchgeführt werden nach weiteren 2 Wochen sollte ein 2. Test erfolgen, erst dann darf Kollagen in die zu behandelnden Bereiche gespritzt werden. Schwellungen und Rötungen sind üblicherweise nach 4 – 6 Stunden wieder verschwunden, am nächsten Tag können Sie wieder arbeiten. Der Effekt hält ebenfalls etwa 3 bis 6 Monate an.
Bei den letzten beiden Eingriffen sollten Sie sich für 1 Tag nicht in die direkte Sonne/Solarium oder die Sauna gehen, bei der Eigenfettimplantation erhöhen sich die Zeiten auf ein bis zwei Wochen.

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