Brustvergrößerung
Die Brustvergrößerung ist ein technisch verhältnismäßig
einfacher Eingriff, es muß jedoch neben dem Gefühl für Ästhetik
sehr fein operiert werden, um ein gutes Endergebnis zu erreichen. Die Präparation
der Höhle für das einzubringende Implantat muß sehr vorsichtig
und unter sorgfältiger Blutstillung geschehen. Es kann dann in aller Regel
auch auf einen Schlauch zur Sekretableitung verzichtet werden. Die Größe
des Implantates hängt im Wesentlichen von den Wünschen der Patientin
ab, bei erschlafften Brüsten kann es allerdings nötig werden entweder
ein etwas größeres Implantat zu wählen oder die Brustvergrößerung
mit einer Straffung zu kombinieren (siehe auch Bruststraffung). Als Implantatmaterial
wird Silikongel empfohlen. Die heutigen, modernsten und hochwertigen Implantate
sind auslaufsicher und verursachen nur noch in einem sehr geringen Maß
eine Kapselfibrose, die dann korrigiert werden kann. Silikon-gefüllte Implantate
fühlen sich außerdem mit Abstand am natürlichsten an, so daß
zu dem natürlichen Aussehen auch noch ein natürliches Tastgefühl
kommt.
International besteht heute die vorherrschende Meinung, dass bis auf Ausnahmefälle
das Implantat auf den Muskel (unter das eigene Brustdrüsengewebe) gelegt
werden sollte auch führt dies in den allermeisten Fällen zu
einem natürlicheren Aussehen. Die sich dafür eignenden Zugangswege
sind ein Schnitt am unteren Rand des Warzenvorhofes und im Bereich der Brustumschlagsfalte.
Beide Narben sind später im allgemeinen kaum sichtbar. Der große
Vorteil des Schnittes in der Brustumschlagsfalte ist, dass das Drüsengewebe
und weitgehend auch das Nervengewebe nicht verletzt wird. Empfindungsstörungen
der Brustwarze sind somit seltener und vor allem ist die Krebsvorsorge in der
Regel nicht mehr durch störendes Narbengewebe beeinträchtigt. Aus
diesen Gründen wird dieser Zugangsweg in Deutschland zu 80% gewählt.
Die Operation dauert ca. 1 Stunde und findet in der Regel in Vollnarkose, seltener
auch in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf statt. Der Klinikaufenthalt
dauert üblicherweise 1 bis 2 Tage, die Operation kann aber auch ambulant
durchgeführt werden. Ein fester Tape-Verband wird noch im OP für 3-4
Tage angelegt. Nach ca. 8 Tagen erfolgt die Entfernung der Hautfäden. Während
der ersten 4 Wochen nach der Operation dürfen Sie keinen Sport treiben,
in dieser Zeit müssen Sie Tag und Nacht einen festen BH tragen. Nach dieser
Zeit sollten Sie das Tragen des Bh´s beim Sport für weitere 2 Monate
fortsetzen.
Bruststraffung / Brustverkleinerung
Beide Operation sind technisch ähnlich, abhängig vom Ausmaß
der gewünschten Veränderung gibt es jedoch verschiedene Techniken,
die in erster Linie durch die Größe der resultierenden Narbe variieren
und wesentlich von der Größe der existierenden Brust abhängen.
Die Narbe kann im kleinsten Fall nur im Bereich des Warzenvorhofes, im ausgedehntesten
Fall um den Warzenvorhof herum nach unten in die Brustumschlagsfalte und dort
nach innen (Brustbein) und außen (Flanke) verlaufend sein. Die Narben
sind im Gegensatz zur Brustvergrößerung fast immer sichtbar, wenngleich
sie im Laufe der Zeit abblassen und wenig offensichtlich werden. Der Operation
ist zueigen, daß die Brust zunächst überkorrigiert werden muß,
um am Ende ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis zu erreichen das
Ergebnis direkt postoperativ ist demnach nicht perfekt, aber eben auch noch
nicht das Endergebnis. Hier die Geduld der Patientin gefordert. Mit der Operation
kann man eine gestraffte, wieder dort sitzende Brust erreichen, wo sie
eigentlich hingehört.
Der Eingriff ist technisch und künstlerisch anspruchsvoll, die Operation
mit ca. 2 bis 3 Stunden relativ lang, so daß sie in Vollnarkose durchgeführt
wird und sich ein in der Regel 2 bis 3- tägiger stationärer Aufenthalt
anschließt. Wie bei der Brustvergrößerung werden die Fäden
etwa am 8. bis 10. Tag gezogen, der enge BH sollte mindestens 3 Monate getragen,
auf Sport mindestens 6 Wochen verzichtet werden. Auch hier erfolgt eine Infektionsprophylaxe
mit Antibiotika.
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