Oberlidoperation
Die Oberlidkorrektur (Schlupflidoperation) ist ein relativ komplikationsarmer
Eingriff, wenn korrekt durchgeführt. Sie wird üblicherweise in Lokalanästhesie
ambulant durchgeführt und dauert ca. 20 Minuten pro Seite. Es wird neben
dem Hautüberschuß etwas Fett unter der Haut entfernt, die Wunde
am Ende mit einem feinen Faden vernäht und zum Schutz mit einem dünnen
Pflasterstreifen verklebt. Das Pflaster wird nach ca. 2 Tagen entfernt, auf
die Wunde dann vorsichtig 2 Mal täglich Bepanthen Augensalbe aufgetragen.
Der Faden wird am 5. Tag nach der Operation gezogen. Um nach der Operation
Blutungen zu verhindern und den Bluterguß zu verkleinern sollten vor
allem in der ersten Nacht kühlende Pads aufgelegt, das Kopfteil des Bettes
in den ersten Tagen hochgestellt und Kraftanstrengungen vermieden werden.
Nach 6 Tagen sind in der Regel die Schwellungen und Blutergüsse weitestgehend
zurückgegangen und das Tragen einer Sonnenbrille ist nicht mehr nötig.
In seltenen Fällen können insbesondere Schwellungen länger
bestehen, dann ist die Durchführung von Lymphdrainagen sowie die Einnahme
von abschwellenden Medikamenten wie z. Bsp. Aniflazym® sehr hilfreich
Ihr Arzt wird Sie entsprechend beraten. Nach 2 Wochen sind Sie in aller
Regel wieder voll gesellschaftsfähig. Die Narbe ist nach der vollständigen
Abheilung in aller Regel selbst durch einen Geschulten kaum noch zu erkennen.
2 Wochen nach der Operation können Sie wieder Sport treiben. Zu bemerken
ist noch, daß häufig die eigentliche Ursache für das Schlupflid
eine abgesunkene Stirn-Brauenpartie ist hier ist dann konsequenterweise
ein Stirnlift indiziert. (siehe auch bei S)
Unterlidoperation
Dieser Eingriff ist sehr viel diffiziler, der Heilungsprozeß dauert
jedoch nicht wesentlich länger. Wichtig ist, daß der Eingriff nur
von einem auf diesem Gebiet erfahrenen Chirurgen durchgeführt wird, da
es bei Entfernung von zuviel Haut zu unschönen und funktionell störenden
Verziehungen (Hängelid) kommen kann, welches dann nur sehr schwer korrigierbar
ist. Neben einem dünnen Hautstreifen wird das die Tränensäcke
verursachende Fettgewebe nur soweit entfernt, daß es nicht mehr stört.
Wichtig ist auch hier, daß nicht zuviel entfernt wird, da sonst das
Auge tief in der Augenhöhle versinkt. Die Narbe ist, wie bei der Oberlidoperation,
nach Abheilung in aller Regel kaum noch erkennbar, da sie genau im Lidstrichbereich
liegt.
Bei bereits vor der Operation stark hängendem Lid muß eine Operationsindikation
grundsätzlich sehr zurückhaltend gestellt werden, sicher wird dann
eine sogenannte Kanthopexie notwendig, bei der seitlich eine Raffung des Unterlides
durchgeführt wird. Es kommt hierbei zu einer Veränderung des Gesichtsausdrucks,
die Augen werden mandelförmiger.
Auch dieser Eingriff wird üblicherweise in Lokalanästhesie, ggf.
mit Sedation (Dämmerschlaf) und ambulant durchgeführt, die Wunde
mit einem sehr feinen Faden genäht und zum Schutz mit einem dünnen
Pflasterstreifen verklebt und anschließend gekühlt. Das Pflaster
kann am 1. bis 2. Tag entfernt werden, danach wird auf die Wunde eine Woche
lang vorsichtig Bepanthen Augensalbe aufgetragen. Die Fäden werden üblicherweise
am 5. Tag gezogen. Wenn die Unterlidoperation mit einem Midface-lift kombiniert
wird (Hebung des abgesunkenen Wangenfetts über den gleichen Schnitt,
siehe auch bei M), kann die Hämatomverfärbung im Bereich
der Unterlider und der Wangen bis zu 3 Wochen bestehen bleiben, ist jedoch
üblicherweise nach 7 Tagen gut mit Make-Up/ Camouflage abdeckbar, so
daß dann eine Sonnenbrille nicht mehr getragen werden muß.
Wie bei der Oberlidoperation sollte in den ersten Nächten das Kopfteil
vom Bett hochgestellt und kühlende Pads aufgelegt werden. Körperliche
Anstrengung ist zu vermeiden, da es sonst zu Nachblutungen kommen kann.
Nach 2 Wochen können Sie wieder uneingeschränkt Sport treiben.
Bei beiden Operationen wird zur Infektprophylaxe häufig ein Antibiotikum
verabreicht.
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Beispiel
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